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28.09.2008
Tag des Kinderkrankenhauses
Bei herrlichstem Herbstwetter eröffnete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer den Tag des Kinderkrankenhauses im Garten des Klinikums Rosenheim. Zum fünften Mal fand diese Veranstaltung statt. Die Oberbürgermeisterin sagte zu den Kindern: „Ihr steht heute im Mittelpunkt. Schaut euch alles ganz genau an und stellt viele Fragen!“.
Der anschließende Gottesdienst, den Pastoralreferent Klaus Gößl zelebrierte, wurde vom Jugendchor aus Zaisering musikalisch begleitet. Danach konnten sich Kinder und Eltern ins Geschehen stürzen.
Die Kinder spielten in der Hüpfburg, ließen Luftballons steigen, testeten ihre Geschicklichkeit in einem Parcours oder hörten aufmerksam Hixi und Trixi vom Puppentheater zu. Probeweise wurden auch Kinderarme eingegipst und Clowns sorgten für Abwechslung. Für Stimmung sorgte die Band „fresh winds“ aus Hochstätt mit modernen und rockigen Musikeinlagen.
Auch für die Eltern gab es vielfältige Informationsmöglichkeiten. In Gruppen führten Mitarbeiter die Besucher durch die Kinderklinik und standen für Fragen zur Verfügung. Im Klinikgarten informierten verschiedene Bündnispartner des Klinikums die Gäste. Mit dabei waren z. B. der Förderverein der Kinderklinik, der Kinderschutzbund, die Nachbarschaftshilfe Rosenheim, die GRWS – soziale Stadt, das „Bündnis für Familie“ und das Frauenhaus Rosenheim. Besondere Attraktionen waren wie immer die Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und Polizei.
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Torsten Uhlig freute sich über die gelungene Veranstaltung und sagte: „Es war immer etwas los - ein Kommen und Gehen. Es ist schön, dass so viele Familien da waren und einen kurzweiligen Nachmittag erlebt haben. Die Kinderklinik konnte auf diese Art beitragen die Ängste vor einem Krankenhausaufenthalt abzubauen.“
07.04.2008
Rosenheimer Pädiatrietag 2008 - Epilepsie ist keine Behinderung, aber von der Gesellschaft wird sie oft dazu gemacht
Schon traditionell findet jedes Jahr im Frühling der Rosenheimer Pädiatrietag statt. Dr. med. Torsten Uhlig, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Rosenheim lädt dazu ein. Die Gäste reisten sogar bis aus Nürnberg an, um sich den Pädiatrietag nicht entgehen zu lassen.
Bereits am Tag vor dem eigentlichen Symposium fand ein Seminar über frühkindliche Regulationsstörungen statt, d. h. Schrei-, Fütter- und Schlafstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern. „Gerade die Kinderheilkunde bietet ein vielfältiges Themenspektrum. Daher freut es mich besonders, dass so hochkarätige Referenten gewonnen werden konnten“, betonte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei der Begrüßung.
Einen Schwerpunkt des Symposiums stellte das Thema „Mit Epilepsie in die Pubertät“ dar. In der Zeit der Pubertät, in der sich das Kind zum Erwachsenen entwickelt, die soziale Integration stattfindet, der berufliche Weg vorgezeichnet und mehr Verantwortung in der Familie übernommen wird - in diesem Stadium häufen sich die Anfälle manchmal. „70 bis 80 % der Patienten können durch Medikamente anfallsfrei werden“, betont Prof. Dr. Friedrich Baumeister, Leiter der Neuropädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Rosenheim.
Epilepsie ist keine Behinderung – die Gesellschaft stigmatisiert diese Erkrankung jedoch oft. Das Ziel bei Epilepsie in der Pubertät ist eine optimale Anfallskontrolle. Den Jugendlichen beschäftigen in dieser Zeit viele Fragen und Themen wie Sport, Freiräume, soziale Integration, Partys, Führerschein, Sexualität, Alkohol. Der Jugendliche sollte erkennen und berücksichtigen was zu vermeiden ist.
Ungenügender Schlaf oder abruptes Aufwecken können beispielsweise Anfälle auslösen. Besonders bei Flügen in den Urlaub sollte auf diese Gefahr geachtet werden. Die Zeitverschiebung bei Fernreisen ist bei der Einnahme von Medikamenten zu berücksichtigen.
Ein weiteres Risiko stellt die Sensibilität gegenüber schnell aufblitzendem Licht (Stroboskoplicht) wie in Diskotheken dar, die Anfälle auslösen können. Als in Japan beispielsweise eine bekannte Comicserie erstmalig gesendet wurde, registrierte man an einem Tag 700 damit zusammenhängende Anfälle bei Kindern.
Das Thema Alkohol spielt ebenfalls eine große Rolle. Gar keinen Alkohol zu trinken wäre sicher am besten, aber das wird man bei Jugendlichen nicht verhindern können. Wichtig ist zu wissen, dass ein Anfall nach Alkoholkonsum erst nach mehreren Stunden auftritt, sodass sich der Jugendliche unbedingt einem Erwachsenen anvertrauen sollte. Abzuraten ist auf jedem Fall von hochprozentigem Alkohol.
Der Gedanke an den Führerschein beschäftigt jeden Jugendlichen. Es ist nicht so, dass Menschen mit Epilepsie generell keinen Führerschein bekommen. Interessanterweise zeigt eine Verkehrsstatistik auf, dass bei 10.000 Unfällen 700 Mal Alkohol die Ursache und nur in 3 Fällen die Epilepsie der Grund des Unfalls war. Um den Führerschein zu erhalten, müssen sehr strenge Anforderungen erfüllt werden. Grundsätzlich darf kein wesentliches Risiko durch Anfälle bestehen. Der Patient muss eine Mindestwartezeit erfüllen und nur bei gutem Verlauf ist die Fahrtauglichkeit gegeben.
Weitere wichtige Themen sind Sexualität und Verhütung. Aufklärung ist hier besonders wichtig, um eine ungewollte Schwangerschaft unter anderem wegen der höheren Risiken von Fehlbildungen durch nicht optimale Therapien zu vermeiden.
Beim Sport lässt sich ein offensichtlicher Rückgang der Anfälle verzeichnen. Hier haben nur zwei Prozent der Patienten oft Anfälle. Abgeraten wird allerdings von Sportarten wie Klettern, Reiten im freien Gelände und Wassersportarten. Die häufigste Todesursache durch Unfälle bei Patienten mit Epilepsie ist das Ertrinken. Die Badewanne stellt dabei das weitaus größere Risiko dar als das Schwimmbad. Das liegt daran, dass sich der Körper im warmen Badewasser entspannt und man zu dösen anfängt und dabei aber das Risiko eines Anfalls steigt.
„Bei Jugendlichen mit Epilepsie in der Pubertät macht es oft mehr Sinn weniger Verbote auszusprechen und stattdessen die Möglichkeiten zu erörtern die sich bieten. Denn Epilepsie ist nicht lebenslang und kann wieder aufhören“, betont Prof. Dr. med. Baumeister.
Während der Pausen stärkten sich die Zuhörer bei einem Imbiss und tauschten intensiv Erfahrungen aus. Beim Besuch der Fachstände der Industrie konnte man sich über Neuerungen aus dem Pharmabereich informieren.
Bildunterschrift:
v.l.n.r. Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Torsten Uhlig, Oberarzt Prof. Dr. med. Friedrich Baumeister, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer
16.10.2007
„Frühchenfest“ im Klinikum Rosenheim
Im Klinikum Rosenheim fand jetzt das bereits traditionelle „Rosenheimer Frühchenfest“ des Perinatalzentrums statt.
Alle Frühgeborenen der letzten acht Jahre, die ein Geburtsgewicht unter 1.000 Gramm hatten, waren eingeladen. So trafen sich etwa 70 Kinder begleitet von ihren Eltern zu einem bunten Nachmittag im Klinikum. Witterungsbedingt musste das Fest leider in der Eingangshalle des Klinikums stattfinden. Zweiter Bürgermeister Anton Heindl begrüßte Kinder und Eltern in seiner Eröffnungsansprache.
Die Kinder erlebten ein abwechslungsreiches Spiel- und Spaß-Programm mit Kinderschminken, Button-Press-Maschine, Maltisch oder Dosen werfen. Der Zauberer sorgte natürlich für besonderes Interesse bei den Besuchern. Für die Kleinsten gab es eine Krabbelecke, wo sie ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen konnten.
„Es freut uns sehr, dass so viele Eltern unseren Einladungen gefolgt sind“, sagte Dr. med. Torsten Uhlig, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Fest, das auch reichlich Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Eltern und Kindern bietet“, so Uhlig.
Bildunterschrift:
Intensivfachkrankenpfleger Franz Hartmann zaubert für die Kinder
21.08.2007
Musik-Hör-Stunde für Kinder im Klinikum
Letzten Sonntag begeisterte die Musikgruppe AmandiMarimbaBanda große und kleine Patienten im Klinikum Rosenheim mit rhythmischen Instrumentalstücken. Die gemeinnützige Amandi Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht jungen Menschen mit Musik zu helfen. „Jeder weiß, gemeinsam erlebte Musik kann kranken Kindern helfen, Mut zu fassen und wieder froh zu werden“ erklärt Manfred Amandi, Vorsitzender des Kuratoriums.
Der Gedanke, für kranke Kinder in Kliniken direkt mit ihren Instrumenten zu musizieren, kam der Amandi MarimbaBanda dadurch, dass sie seit Jahren in Schulen die "Musik-Hör-Stunde" anbietet. Durch die großzügige Spende der Firma DataCopy wurde jetzt die kostenfreie Musik-Hör-Stunde im Klinikum möglich.
„Krank zu sein ist für Kinder besonders schlimm. Die Zeit im Krankenhaus verändert das gewohnte Leben. Hier kann Musik und ganz besonders live erlebte Musik sehr gut für Abwechslung sorgen und dadurch auch die Genesung der Kinder fördern“ betont der Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. med. Christian Ockert.
Die Kinder und Jugendlichen waren von der wohltuend mitreißenden Instrumentalmusik nicht nur überrascht, sondern vom ganzen Instrumentarium fasziniert. So entwickelte sich eine einzigartige Stimmung.
Die Amandi MarimbaBanda spielte rhythmische Instrumentalmusik auf Marimba, Gitarre, Piano, Drums und Percussion. Die vier Münchner Musiker führen scheinbar Kontroverses in ihren Auftritten zusammen. Die Hörer erlebten eigenständige Crossovermusik mit beschwingten karibischen Tänzen wie Mambo, Cha-Cha-Cha und Rumba neben mitreißenden Tänzen aus dem Nussknacker von Peter Tschaikowsky.
Auf rhythmisch-vielschichtigem Klangteppich scheinen die einprägsamen Melodien und Harmonien zu schweben. Diese eigenwillige „Clatino-Musik“ mit Classic und Latin der Amandi MarimbaBanda verblüfft ab und zu, überträgt Energie und wird nie langweilig.
So ließen sich die Zuhörer zeitweise aus dem Klinikalltag entführen und tauchten in eine andere „musikalische“ Welt. Mit kräftigem Applaus bedankte sich das Publikum für die kostenfreie Vorstellung der Musikgruppe.

Bildunterschrift:
v.r.n.l. Die Gruppe Amandi MarimbaBanda besteht aus den Mitgliedern:
Elisabeth Amandi (Marimba, Percussion), Adrian Lindner (Percussion, Drums), Markus Faiss (Gitarre) und Brigitte Braitsch (Klavier)
19.06.2007
Gesundheitsforum - Notfälle im Kindesalter
Zusatzveranstaltung im Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus
Am Donnerstag, den 28.06.2007 referieren der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Rosenheim, Dr. Torsten Uhlig und der Neonatologische Leiter des Perinatalzentrums, Oberarzt Dr. Wolfgang John über Notfälle im Kindesalter. „Wir werden auf die vielfältigen Gefahren und Gefahrensituationen im Alltag von Kindern aufmerksam machen und sensibilisieren, Verhaltensweisen in akuten Notfallsituationen wie z. B. Verbrennungen oder Vergiftungen erklären und Sofortmaßnahmen erläutern“ so Chefarzt Dr. med. Uhlig.
Derzeit wird im Regionalfernsehen Rosenheim eine mehrteilige Serie über Kinderkrankheiten immer sonntags ab 21.15 Uhr mit Chefarzt Dr. med. Uhlig ausgestrahlt.

Bildunterschrift:
von links: Oberarzt Dr. med. Wolfgang John und Chefarzt Dr. med. Torsten Uhlig im Gespräch
11.05.2007
Rosenheimer Pädiatrietag jährte sich zum 10. Mal
Am vergangenen Wochenende fand der 10. Pädiatrietag im Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus statt. Die Initiative dazu hatte vor 10 Jahren der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik am Klinikum Rosenheim, Prof. Dr. med. Peter Peller. Der Pädiatrietag soll den Kolleginnen und Kollegen eine Fortbildungsmöglichkeit auch in Rosenheim bieten und nicht nur in Großstädten wie München. Besonders wichtig ist dem Veranstalter auch der Kontakt mit den niedergelassenen Kollegen. „Der Pädiatrietag hat sich zu einer festen Institution entwickelt“ freut sich Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in ihrer Eröffnungsansprache. „Die breite Palette der aktuellen medizinischen Themen – von Prioritäten bei kindlichen Harnwegsinfektionen bis hin zu Entwicklungsverzögerungen aus genetischer Sicht - soll über Neuerungen informieren und zum Erfahrungsaustausch anregen“ so der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Torsten Uhlig.
Besonderes Interesse weckte der Vortrag über „aktuelle Aspekte der HPV-Impfung“ – eine Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützt. Anders als viele andere Krebsarten ist Gebärmutterhalskrebs nicht erblich. Als Ursache für diese Krebsart wird ein bestimmtes Virus, genannt humanes Papillomvirus (HPV), verantwortlich gemacht. Von besonderer Bedeutung sind die HPV-Typen 16 und 18, die zu über 70 % verantwortlich für Gebärmutterhalskrebs sind. „Es kommt einer Revolution gleich, dass wir erstmalig in der Lage sind, unseren Patientinnen eine effektive Impfung gegen Krebs anbieten zu können“, betonte Prof. Dr. med. Ernst-Rainer Weissenbacher vom Klinikum Großhadern. Den besten Schutz bietet eine frühzeitige Impfung – möglichst noch vor dem ersten Sexualkontakt, damit es erst gar nicht zu einer Infektion mit einem oder mehreren dieser HPV-Typen kommt. Daher ist die Impfung bereits für junge Mädchen ab 9 Jahren empfehlenswert. Aber auch später schützt die Impfung vor Virustypen, mit denen noch kein Kontakt bestand. Denn jede Frau, die mit dem humanen Papillomvirus infiziert wird, kann das Risiko in sich tragen, Krebs zu entwickeln. „Damit möglichst viele Menschen von dieser Krebsprävention profitieren können, ist eine umfassende Aufklärung der Öffentlichkeit notwendig. Gynäkologen, Kinderärzte und Hausärzte können dazu einen entscheidenden Beitrag leisten“, so Prof. Dr. med. Weissenbacher.
Während den Pausen bestand die Möglichkeit sich bei den ausstellenden Firmen zu informieren. Bei einer Brotzeit tauschten die Ärzte mit ihren Kolleginnen und Kollegen Erfahrungen und neue Erkenntnisse aus.

Foto: Peter Schlecker
Bildunterschrift: v.l.n.r. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Rosenheim Dr. med. Torsten Uhlig mit den Referenten Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie Dr. med. Markus Wöhr, ehemaliger Chefarzt der Kinderklinik Prof. Dr. med. Peter Peller, Oberarzt Dr. med. Eberhard Ruhenstroth-Bauer (Klinikum Rosenheim), Prof. Dr. med. Reinhard Roos (Kinderklinik Harlaching), Priv. Doz. Dr. med. Uwe Wintergerst (Dr. von Haunersches Kinderspital München)
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