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Medizin. Zentren / Dienste > Brückenstation

Brückenstation

 

Die Brückenstation ist ein Modellprojekt der Integrierten Versorgung zwischen der AOK Rosenheim, dem Rosenheimer Hausarztverein und dem Klinikum Rosenheim.

 

Im Rahmen der Integrierten Versorgung schloss der Rosenheimer Hausarztverein einen Vertrag mit der Rosenheimer AOK über die Errichtung einer so genannten Brückenstation im Rosenheimer Klinikum.

Die Station ist für Patientinnen und Patienten gedacht, die nicht mehr ambulant zuhause versorgt werden können, für die aber die volle apparative Diagnostik eines Krankenhauses nicht notwendig ist. Es können auch Patienten nach operativen Eingriffen behandelt werden, die für die ambulante Behandlung zuhause noch zu geschwächt sind. Die stationäre Behandlung auf der Brückenstation wird durch langjährig erfahrene, qualifizierte Hausärzte durchgeführt.

Durch die Brückenstation wird eine Lücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung geschlossen.

Weitere Informationen für unsere Patienten können Sie hier aufrufen: Patienten-Information

Wie kommt man zu einer stationären Behandlung auf der Brückenstation?

  • Patienten können von jedem Kassenarzt eingewiesen werden;
    derzeit ist eine Aufnahme nur für Versicherte der AOK Bayern möglich.

  • Es stehen 16 Betten zur Verfügung (1 Drei-Bettzimmer, 5 Zwei-Bettzimmer, 3 Einzelzimmer);
    freie Kapazitäten können erfragt werden unter:
    Telefon: 08031 - 36 31 90
    Telefax: 08031 / 36 49 97
  • Die ärztliche Betreuung erfolgt durch die Allgemeinmediziner und Internisten des Hausarztvereins Rosenheim.
  • Die pflegerische Betreuung erfolgt durch Fachpflegepersonal des Klinikums.

Erster Patient im Aufenthaltsraum der Brückenstation

 

Bundesweites Pilotprojekt ging Mitte November 2005 in Betrieb

Mit der Eröffnung der neuen Brückenstation wurde vor allem für ältere Patienten ein bisher fehlendes Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Behandlung  geschaffen.

Innerhalb von nur 3 ½ Wochen wurde im Haus 4 im 3. Obergeschoss - West  die Station saniert, die zuvor der Belegabteilung diente. Die Kosten des Umbaus beliefen sich mit der Ausstattung auf rund 220.000 Euro. In der Brückenstation stehen jetzt ein Drei-Bettzimmer, fünf Zwei-Bettzimmer und drei Einzelzimmer sowie ein großzügiger Aufenthaltsraum zur Verfügung.

In der Pressekonferenz am 16. November 2005 wurde das Pilotprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Behandlung auf der Brückenstation stellt eine völlig neue Versorgungsebene dar. Diese soll Patienten, die ambulant nicht mehr oder nicht ausreichend versorgt werden können, aber eine hoch spezialisierte, auch aufwändige Diagnostik nicht benötigen, dienen. Kommt bei einem Patienten mit bekannter Grunderkrankung noch eine zusätzliche Erkrankung wie z. B. ein grippaler Infekt hinzu, kann sich der Allgemeinzustand so deutlich verschlechtern, dass eine medizinische, pflegerische und auch hauswirtschaftliche Versorgung zu Hause nicht mehr gewährleistet werden kann. "Es soll eine Brücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung gebildet werden", so Dr. Günter Wittekindt, 1. Vorsitzender des Hausarztvereins.

Die 13 Ärzte des Hausarztvereins teilen sich im Wochenrhythmus den Dienst auf der Brückenstation. Es finden zwei mal täglich Visiten statt. Zudem ist eine 24-Stunden-Bereitschaft eingerichtet. Pflegerisch wird die Station von den Krankenschwestern und Pflegern der Nachbarstation (Iso-Erwachsene) unter der Leitung von Schwester Maria White betreut. Jeder niedergelassene Arzt, der eine Kassenzulassung hat, kann Patienten einweisen. Derzeit ist diese Versorgung allerdings nur für AOK-Versicherte möglich.

Sollte sich der Zustand eines Patienten auf der Brückenstation akut verschlechtern, so steht das Klinikum mit seinen gesamten medizinischen Einrichtungen zur Verfügung. „Das ist der große Vorteil. Wir verstehen uns nicht nur als Krankenhaus sondern als Gesundheitszentrum“ führt Günther Pfaffeneder, Vorstand des Klinikums, auf Nachfrage aus.

Grundlage für dieses Modellprojekt ist ein Vertrag zur Integrierten Versorgung. Dieser Vertrag wurde zwischen der AOK Bayern, dem Allgemeinmedizinischen und internistischen Hausarztverein Rosenheim e. V. und dem Klinikum Rosenheim abgeschlossen. Die Vertragsverhandlungen zwischen den Partnern gestalteten sich wegen des modellhaften Charakters nicht einfach, da auf keine vorhandenen Regelwerke zurückgegriffen werden konnte. Die Finanzierung erfolgt mit Geldern, die speziell für Verträge zur Integrierten Versorgung bereitgestellt sind. Die AOK Bayern verfügt über etwa 50 Mio. Euro die für Verträge zur Integrierten Versorgung vorgesehen sind. Diese Gelder werden von den Budgets der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte in Höhe von 1 % abgezogen. Peter Krase, Direktor der AOK Rosenheim, ist sich sicher, „Hat dieses Modell Erfolg, ist dies bayern- und bundesweit von Interesse und wird Schule machen."

 

Pressekonferenz zur Vorstellung der Brückenstation

v.l.n.r. Prof. Dr. Manfred Persigehl (Ärztlicher Direktor Klinikum), Dr. Bernhard Kofler (3. Vorsitzender Hausarztverein), Dr. Fritz Ihler (2. Vorsitzender Hausarztverein), Dr. Günter Wittekindt (1. Vorsitzender Hausarztverein), Peter Krase (Direktor AOK Rosenheim), Günther Pfaffeneder (Vorstand Klinikum), Peter Tischer (Pflegedirektor Klinikum), Maria White (Stationsleitung der Brückenstation)

 

Presseinformation des Allgemeinmedizinischen und internistischen Hausarztvereins Rosenheim e. V.

Nach Ansicht des Hausärztevereines Rosenheim und dessen 1. Vorsitzenden Dr. Günter Wittekindt muss für die Patienten die Versorgungslücke zwischen ambulanter Behandlung und stationärer Vollversorgung geschlossen werden. Deswegen hat der Hausarztverein Rosenheim in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern und dem Klinikum Rosenheim eine sogenannte "Brückenstation" im Klinikum Rosenheim in das Leben gerufen.

Allgemein soll diese "Brückenstation" als neue Versorgungsstruktur den Patienten dienen, die ambulant nicht mehr oder nicht ausreichend versorgt werden können, aber eine hochspezialisierte, auch teuere Diagnostik nicht benötigen, da diese meist im Vorfeld durchgeführt wurde und damit die Grunderkrankung bekannt ist. Es gibt beispielsweise immer mehr alleinstehende ältere und auch jüngere Patienten, die bei bekannter Grunderkrankung zwar noch zu Hause ambulant versorgt werden können; bei zusätzlich auftretender Erkrankung -z. B. grippaler Infekt, Nierenbecken-entzündung, Magen-Darmerkrankung - kann sich der Allgemeinzustand jedoch deutlich verschlechtern, sodass eine medizinische, pflegerische und auch hauswirtschaftliche Versorgung zu Hause nicht mehr gewährleistet ist.

Für diese Patienten soll die "Brückenstation" mit derzeit 16 Betten aufnahmebereit sein, damit eine vollstationäre unnötig teuere Aufnahme vermieden werden kann. Auf dieser "Brückenstation" soll also die Zuwendung mit medizinischer Behandlung und Pflege mit Fachpersonal im Vordergrund stehen.

Die "Brückenstation" wurde termingerecht am 14.11.05 in Betrieb genommen, derzeit ist eine Aufnahme nur für Versicherte der AOK Bayern möglich. Betrieben wird diese "Brückenstation" von Allgemeinmedizinern und Internisten des Hausarztvereines Rosenheim und Fachpflegepersonal des Klinikums Rosenheim. Patienten können über jeden Kassenarzt eingewiesen werden, über die Rufnummer  36-3190 ist die Bettenkapazität zu erfragen.

Es wird darauf hingewiesen, dass diese Versorgungsstruktur in Deutschland völlig neu und einmalig ist, daher gestalteten sich die Verhandlungen mit den Vertragspartnern auch nicht einfach, da auf keinerlei bekannte Vertragswerke zurückgegriffen werden konnte. Trotzdem muss von Seiten des Hausärztevereines Rosenheim die vorbildliche Kooperationsbereitschaft des Klinikums Rosenheim mit Vorstand Herrn Pfaffeneder, dem Rosenheimer AOK Direktor Herrn Krase sowie der AOK Bayern mit Herrn Baumgartner erwähnt werden.

Allgemeinmedizinischer und internistischer Hausarztverein Rosenheim e. V.:

1. Vorsitzender:

Dr. Günter Wittekindt, Rathausstr. 12 , 83022 Rosenheim

Tel.: 08031-32464 Fax.: 08031-14642 e-mail: Dr.Guenter.Wittekindt@onlinemed.de

2. Vorsitzender:

Dr. Fritz Ihler, Erlenaustr. 11, 83022 Rosenheim, Tel:08031-81017

3. Vorsitzender:

Dr. Bernhard Kofler ,Aisingerstr. 81,83026 Rosenheim, Tel:08031-69606

Schriftführer:

Dr. Th. Ludwig, Salinstr. 2, 83022 Rosenheim, Tel:08031-12608

Kassier:

Dr. R Kuppler, Hochgernstr.3, 83026 Rosenheim, Tel:08031-44488

 

Presseinformation der AOK Bayern - Die Gesundheitskasse

Die AOK Bayern fördert den Aufbau einer "hausärztlichen Brückenstation" im Klinikum Rosenheim.

Die AOK Bayern hat mit dem Klinikum Rosenheim und dem Allgemeinmedizinischen und internistischen Hausarztverein Rosenheim jetzt einen Vertrag zur integrierten Versorgung abgeschlossen.

Mit der "hausärztlichen Brückenstation" wird die bislang starre Trennung von ambulanter und stationärer Versorgung aufgehoben. Insbesondere durch eine sektor- und fachübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten kann eine verbesserte Qualität und gesteigerte Effizienz erreicht werden.

Bei Akuterkrankungen von Patienten, deren soziales Umfeld eine pflegerische Versorgung nicht sicherstellen kann (z.B. Patienten mit behandlungsbedürftigen Grunderkrankungen oder Alleinlebende) kann durch diese neue Versorgungsform eine klassische stationäre Aufnahme oftmals vermieden werden.

Im Klinikum Rosenheim wird durch Ärzte des Hausarztvereins eine 24-Stunden-Betreuung sichergestellt. Bei Bedarf kann selbstverständlich jederzeit die umfassende medizinische Kompetenz des Klinikums Rosenheims in die Behandlung eingebunden werden.

Dr. Günter Wittekindt (1. Vorsitzender des Hausärztevereins Rosenheim) zum praktischen Ablauf: „Zweimal täglich wird im Rahmen der ärztlichen Visiten der Gesundheitszustand der AOK-Versicherten-Patienten überprüft. Der diensthabende Arzt in der Brückenstation ist jeweils 24 Stunden über Mobilfunk erreichbar“.

Die AOK Bayern stellt für den erhöhten Aufwand zum Aufbau der Versorgungskette zusätzliche Mittel zur Verfügung. „Unser neu geschaffenes Versorgungsmodell sieht den Patienten im Mittelpunkt der Aktivitäten aller Beteiligten. Eine individuell abgestimmte und verbesserte Versorgung kann so für unsere Versicherten erreicht werden“ so Peter Krase, Direktor der AOK – Direktion Rosenheim.

Die Teilnahme der AOK-Versicherten Patienten ist freiwillig.

Leitlinien sollen Qualität und Effizienz steigern

Die Behandlung erfolgt aufgrund von wissenschaftlich gesicherten Handlungsleitlinien. Durch die konsequente Anwendung der Leitlinien können Qualität und Effizienz der Behandlung gesichert und erhöht werden. Mit Hilfe eines einheitlichen IT-gestützten Kommunikations- und Dokumentationssystems wird die ärztliche Kommunikation intensiviert, um so Doppeluntersuchungen, Informationsdefizite und unwirtschaftliche diagnostische und therapeutische Leistungen zu vermeiden.

AOK Bayern - Die Gesundheitskasse

Direktion Rosenheim

Direktor Peter Krase

Luitpoldstraße 1

83022 Rosenheim

Telefon 08031 / 398-210

Telefax 08032 / 398-410

www.aok.de