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Medizin. Zentren / Dienste > Darmzentrum
Darmzentrum Rosenheim
Das Bauch- und Darmzentrum Rosenheim ist eine Kooperation von gastroenterologisch, bzw. onkologisch tätigen Facharztpraxen und mehreren Teilbereichen des Klinikums Rosenheim. Diese werden weiter unten einzeln aufgeführt. Ziel unseres Spezialistennetzwerkes ist eine weitere Optimierung der Ergebnisqualität ärztlicher Behandlung bei Erkrankungen der Bauchhöhle, insbesondere den verschiedenen Krebsformen, in Kombination mit einem möglichst kurzen Krankenhausaufenthalt. Erster Ansprechpartner und Lotse bleibt dabei die Hausärztin/der Hausarzt. Im Klinikum Rosenheim wurde für diesen Zweck die Station 6-1-Nord mit 34 Betten als interdiszipliärer Bereich für Bauch- und Darmerkrankungen eingerichtet. Er steht unter gemeinsamer Leitung der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie und Medizinischen Klinik II. Am Krankenbett wird fachübergreifend im Team, individuell für jeden Patienten, das bestmögliche Behandlungskonzept festgelegt. Ein auf Schmerzbehandlung spezialisiertes Team unseres Institutes für Anästhesie und Operative Intensivmedizin betreut alle Patienten mit postoperativen oder chronischen Schmerzen. Diagnostik und Therapie orientieren sich bei allen Teilnehmern prinzipiell an den aktuellen nationalen Leitlinienempfehlungen unserer medizinischen Fachgesellschaften zu den jeweiligen Krankheitsbildern. Weitere Informationen finden Sie im Faltblatt Darmzentrum Die Felix Burda Stiftung empfiehlt Darmkrebspatienten die Behandlung an zertifizierten Darmzentren. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.darmkrebs.de
Darmzentrum Rosenheim ist zertifiziert
Vor einem Jahr wurde am Klinikum Rosenheim, in Kooperation mit den gastroenterologischen und onkologischen Schwerpunktpraxen der Stadt Rosenheim, ein interdisziplinäres Darmzentrum gegründet, das sich schwerpunktmäßig mit Darmkrebs befasst. Am 25.04.2008 erfolgte die Zertifizierung durch das Deutsche Institut für Normung nach DIN EN ISO 9001:2000 und durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Dieses Zentrum ist damit das Erste in der Region und zugleich erst das Vierundsechzigste, bezogen auf die insgesamt 2300 Krankenhäuser in Deutschland. Krebserkrankungen des Darmes sind häufig. In Stadt und Landkreis Rosenheim ist statistisch mit etwa 100 Neuerkrankungen pro Jahr zu rechnen. Die Diagnose ist für den Betroffenen verständlicherweise niederschmetternd, aber nicht hoffnungslos. „Für die meisten Erkrankten besteht nämlich Aussicht auf Heilung, sofern alle modernen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden“, betont Prof. Dr. Peter Wagner, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie. Optimale Voraussetzungen hierfür bieten speziell ausgebildete Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen, die - wie hier - in einem Zentrum zusammen arbeiten. Deren Kreis ist umfangreich. Am Beginn der Behandlung steht eine Darmspiegelung mit anschließender feingeweblicher Untersuchung durch die Pathologie. Es folgen ergänzende Röntgenuntersuchungen, unter anderem eine Computertomographie. Daran schließt sich eine Operation an. Später muss, in Abhängigkeit von der Ausdehnung des Tumors, eine Chemotherapie, eventuell in Kombination mit einer Bestrahlung, erfolgen. Die entsprechenden Spezialisten arbeiten seit langem am Klinikum Rosenheim unter Einbindung der Schwerpunktpraxen aus der Stadt Rosenheim. Hierdurch lässt sich eine kompetente, wohnortnahe und sehr zügige Behandlung erreichen. Das entsprechende, individuell für jeden Patienten bestmögliche Therapiekonzept wird in einer interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt, an der alle Experten teilnehmen. Das Konzept wird anschließend mit dem Patienten besprochen. Die Überwachung der Nachsorge nach abgeschlossener Behandlung sowie die Tumordokumentation sind mittels einer zentrumseigenen Datenbank gesichert. Durch die enge Anbindung von psychoonkologischer Betreuung, Klinikseelsorge, Sozialdienst, Stomatherapie und Selbsthilfegruppen wird ein umfassendes Betreuungsangebot garantiert. Der Patient wird von allen Seiten umsorgt und ist nicht mit seiner Krankheit und seinen Sorgen allein gelassen. Dieser umfassenden Betreuung kommt eine besondere Bedeutung für den weiteren Heilverlauf zu. Die organisatorischen und medizinischen Anforderungen an ein solches Zertifikat sind hoch. Drei externe Fachexperten haben zwei Tage lang alle Arbeitsabläufe und Teilbereiche des Darmzentrums überprüft. Hierzu zählen auch der Nachweis einer hohen Operationsfrequenz und die Qualität der Behandlungsergebnisse, allerdings schon bezogen auf die Zeit vor der Zertifizierung. Es wurden keinerlei Mängel festgestellt, was, nach Aussage der Gutachter, bei einer Erstzertifizierung sehr ungewöhnlich ist. Die Bedeutung eines solchen Zertifikates für die Patienten ist groß. Sie können darauf vertrauen, dass alle Untersuchungen und Therapiemaßnahmen auch von extern überprüft werden und den aktuellen wissenschaftlichen Standards entsprechen. Nur so lassen sich bestmögliche Behandlungsergebnisse bei dieser Krebserkrankung erzielen. Neu hinzukommende Erkenntnisse in der medizinischen Forschung müssen zeitnah umgesetzt werden. Die Ärzte und Schwestern des Darmzentrums können sich auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen. Die Qualität ihrer Arbeit wird anhand jährlicher Audits durch das Deutsche Institut für Normung und die Deutsche Krebsgesellschaft überprüft. Abweichungen führen zum Verlust des Zertifikates. „Hierzu wird es aber nicht kommen, dessen bin ich mir ganz sicher. Dieses Darmzentrum ist ein weiterer Beleg für die hohe Qualität der medizinischen Versorgung am Klinikum Rosenheim als größtem Krankenhaus in der Region“, sagt Prof. Dr. Wagner. Große Freude herrschte bei der Übergabe der Zertifikate.
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer überreicht das Zertifikat an Prof. Dr. Peter Wagner.
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